Restaurierung des Erdmann-Hauses abgeschlossen

Auf der Suche nach einem „Refugium“, um dem hektischen Berliner Großstadtleben zeitweise zu entkommen, fand Irene Erdmann 1923 im idyllischen Langballigau an der Flensburger Förde die passende Immobilie. Ab 1935, als Eduard Erdmann seine Professur an der Musikhochschule Köln kündigte, wurde das Haus zum ständigen Wohnsitz der Familie. Nach dem Tod ihres Mannes 1958 lebte Irene Erdmann noch bis 1962 in dem geräumigen „Refugium“, das 50 Jahre später unbewohnbar und dem Zerfall nahe war.  

Nach langen Jahren des Leerstandes entschied sich die Eigentümerfamilie Gade angesichts der Geschichte dieses Hauses für eine grundlegende Kernsanierung, die kürzlich abgeschlossen wurde. 2020 ging auch das angrenzende – ursprünglich zum Erdmann-Refugium gehörende – Waldgrundstück mit dem unter Denkmalschutz stehenden Erdmann-Holtorf-Türmchen in den Besitz von Familie Gade über. Es wurde mit der Anlage eines Fußweges begonnen, der zukünftig zum Türmchen führen wird. Dieses soll in seiner Substanz durch eine Schutzkuppel gesichert und die im Türmchen befindlichen Wandmalereien Hans Holtorfs restauriert werden.