Eduard Erdmann in den Medien

22. Mai 1922: Walter Spies interpretiert Eduard Erdmann

 
Drei Lieder von Eduard Erdmann standen auf dem Programm des 2. Abends der „Novembergruppe“, der vor 100 Jahren, am 22. Mai 1922, im Schillertheater in Berlin-Charlottenburg stattfand. Sopranistin Eva-Katharina Lissmann wurde dabei von dem Maler und Musiker Walter Spies am Flügel begleitet.

Die Novembergruppe wurde Ende 1918 als Reaktion auf die Novemberrevolution gegründet. In ihr schlossen sich ArchitektenInnen, SchriftstellerInnen und KomponistenInnen unterschiedlichster Stilrichtungen zusammen, die sich selbst als „radikal und revolutionär“ bezeichneten. Eduard Erdmann war kein Mitglied der Gruppe, großen Einfluss hatte jedoch sein Lehrer, der Komponist Heinz Tiessen. Bis zur Auflösung 1935 gehörten der Novembergruppe rund 120 Mitglieder an, die das Berliner Kunstleben prägten.

Erdmann-Pavillon im TV-Magazin

Der Erdmann-Pavillon in Langballigau war Thema eines Fernsehbeitrags im Schleswig-Holstein-Magazin des Norddeutschen Rundfunks.

Der Pianist und Komponist Eduard Erdmann (1896-1958) ließ sich das Türmchen 1923 als Rückzugsort auf einem Hanggrundstück in direkter Nähe seines Hauses erbauen.

Vom Dach des Pavillons hatte er einen freien Blick auf die Ostsee. Für Erdmanns Operette „Die entsprungene Insel“ schuf der Maler Hans Holtorf Kostümentwürfe (Figurinen), die er auf die Innenwände des Pavillons übertrug.

Den TV Beitrag finden Sie hier: ==>> zur Mediathek des SH Magazin

100 Jahre Donaueschinger Musiktage

Zweimal stand Eduard Erdmann bei den ersten „Donaueschinger Kammermusiktagen für zeitgenössische Tonkunst“ vom 31. Juli bis 1. August 1921 auf dem Konzertpodium:

Als Liedbegleiter der Sopranistin Anna Kaempfert bei der Uraufführung der Lieder für Singstimme und Klavier aus op. 9 von Karl Horwitz und als Interpret der Klaviersonate op.1 von Alban Berg.

Von 1921 bis 1923 war Erdmann gemeinsam mit Joseph Haas und Heinrich Burkard auch Juror bei dem Festival für neue Musik, bevor er diese Tätigkeiten wegen der damit verbundenen Arbeitsbelastung wieder aufgab.

Paul Hindemith wurde sein Nachfolger.

Pressemitteilung zum 125. Geburtstag von Eduard Erdmann

Max Dungert lithografiert Eduard Erdmann

Es war nicht nur sein späterer Schwiegersohn Emil Nolde, der den Pianisten und Komponisten Eduard Erdmann (1896-1958) mehrfach porträtierte. Auch andere bekannte und weniger bekannte Künstlerinnen und Künstler, darunter Erich Heckel, Olaf Gulbransson, Hans Holtorf, Paul Citroen, Wilhelm Heiner, Fritz Flebbe sowie Erdmanns Ehefrau Irene schufen Porträts des Starpianisten. Dies gilt auch für den Maler und Grafiker Max Dungert (1896-1945), der 1921 von Braunschweig nach Berlin ging und sich dort der Künstlervereinigung „Novembergruppe“ anschloss, bei deren Konzerten auch Erdmann sowohl als Komponist als auch Interpret vertreten war.

Die Lithografie mit dem Bildnis von Eduard Erdmann war Teil der Mappe „Köpfe“ von Max Dungert, in der sich auch Porträts von Paul Hindemith und des Cellisten Heinrich Grünfeld befanden. Alle Lithografien trugen sowohl die Handsignatur des Künstlers als auch des Dargestellten.

Die nebenstehend abgebildete Lithografie Eduard Erdmann“ von Max Dungert aus dem Jahre 1922 befindet sich als Dauerleihgabe in der Kunsthalle zu Kiel. (© Claus Bärwald)

 

Eduard Erdmann und seine Lieder

Es war für den 24jährigen Komponisten Eduard Erdmann eine große Auszeichnung, als 1920 im 1. Jahrgang der von Hermann Scherchen gegründeten Musikzeitschrift „Melos“ der Faksimile-Druck eines Liedes von ihm beigelegt wurde.

Das Lied „Es gilt fast mehr…“ auf einen Text von Christian Morgenstern war Auftakt der Serie „Typen des modernen Liedes“, in der die Redaktion zehn Lieder zeitgenössischer Komponisten vorstellte, darunter Paul Hindemith und Manfred Gurlitt.

Die Liedbeilagen wurden durch redaktionelle Beiträge verschiedener Autoren ergänzt. In Erinnerung daran finden 2020 mehrere Konzerte statt, in denen das Liedschaffen von Eduard Erdmann und – erstmals - seiner Ehefrau Irene Erdmann im Zentrum stehen. 

Erdmanns Sonate für Violine solo, op. 12
erstmals auf CD eingespielt

Vor 100 Jahren komponierte der 24jährige Eduard Erdmann seine Sonate für Violine solo, op. 12, die 1921 in Berlin durch die australische Geigerin und Duo-Partnerin Erdmanns, Alma Moodie, uraufgeführt wurde. Jetzt liegt erstmals eine Einspielung dieses Werkes auf einer neuerschienenen CD vor.

Die Geigerin Judith Ingolfsson, Professorin an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart und regelmäßig Gast in den großen Konzertsälen der Welt, stellt auf ihrer CD „The Happiest Year“ der Violinsonate von Eduard Erdmann die wirkungsmächtige fünfsätzige Sonate für Violine allein (1919) seines Kollegen und Freundes Artur Schnabel (1882-1951), gegenüber.

Die Sonaten der beiden großen Pianisten und Komponisten sind musikalische Universen: gespickt mit technischen Schwierigkeiten, voller Tiefe und Charakter. Sie erschließen sich nicht beim schnellen Hörgenuss, sondern laden zu einer intensiven, lustvollen musikalischen Exkursion ein.

Mehr Informationen zur CD „The Happiest Years“ unter
https://www.genuin.de/de/04_d.php?k=563

Neues von Noldes Schwiegervater - 11.04.2019

Zum Vergrößern des Textes
bitte auf das Bild klicken.
 

Erdmannsche Familienbriefe übergeben

Eine Sammlung mit mehreren Hundert handschriftlichen Familienbriefen hat Dr. Fritz Jürgen Kroeger kürzlich der Eduard-Erdmann-Gesellschaft übergeben. Sein Großonkel, der Pianist und Komponist Eduard Erdmann, hatte die Familienbriefe seinem Vater vermacht. Alle Briefe sind an die Eltern von Eduard Erdmann gerichtet, davon viele explizit an seine Mutter Wilma. Die umfangreiche Korrespondenz wurde von der Eduard-Erdmann-Gesellschaft e.V. nun dem Musikarchiv der Akademie der Künste in Berlin zur Verfügung gestellt, in dem sich das Eduard-Erdmann-Archiv befindet.

Die Abbildung zeigt eine überschriebene Bildpostkarte des Deutschen Luftflotten-Vereins vom 17.12.1917, gerichtet an "Frau Rechtsanwalt W. Erdmann" in Berlin-Wilmersdorf. Absender ist Henriette Erdmann.

 

 

Flensburger Tageblatt vom 17.01.2017

Unter dem Titel

Musikalische Expeditionen zwischen Ostsee und Südsee

sendet Deutschlandradio Kultur

am Donnerstag, 3. September 2015, um 20.03 Uhr

ein Klavierkonzert mit Werken deutscher Komponisten aus der Zeit des Expressionismus, das im Rahmen eines Symposiums zu Eduard Erdmann, Victor Baron von Plessen und Walter Spies am 22. August 2015 im Herrenhaus Wahlstorf, Holsteinische Schweiz, aufgezeichnet wurde.

Das Programm:

Hans Jürgen von der Wense
Musik für Klavier I-V, XIII

Eduard Erdmann
Fünf Klavierstücke op. 6

Heinz Tiessen
Drei Klavierstücke op. 31

Alexander Skrjabin
Fünf Préludes op. 74

Walter Niemann
"Bali - Visionen und Bilder aus dem fernen Osten" (Auszüge aus der Suite)

Ernst Krenek
Kleine Suite op. 13a

Eduard Erdmann
Foxtrott

Klavier und Moderation: Steffen Schleiermacher, Leipzig